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Käseecken-Freunde an die Macht!

19 Kommentare »

Andrea Conradt

Andrea Conradt 27.08.2007 09:47 Uhr

Andrea Conradt

Projektleiter Neue Medien

Tags:
Social Media

In meiner Funktion als Projektmanager habe ich in den letzten Tagen eine Präsentation vorbereitet zum Thema "Communities für Marken". Mit dem Glauben an Web 2.0 und die Macht des Users habe ich mich in das Web gestürzt und habe nach coolen Communities gesucht, die sich um große Brands scharen. Dabei dachte ich an glückliche Hausfrauen die sich auf der Website eines Marken-Waschmittels über die neues Fleckentipps austauschen oder an eine Gruppe von Menschen, die sich in einer Web 2.0-Anwendung über Käseecken austauschen. Dabei rechnete ich fest mit dem Feature "Dein schönstes Erlebnis mit der Käseecke- lade dein Video hoch!". Aber: nix. Keine Community, keine glücklichen Käseeckenfreunde, keine fleckenfanatischen Hausfrauen.

Wo sind sie die virtuellen Begegnungsstätten an denen der Kunde die Macht an sich reißt und mit User Generated Content sich eine eigene bedarfsgerechte Markenwelt schafft?
Ich war bei einer Konferenz zum Thema Web 2.0, habe Artikel gelesen und mich ehrfürchtig vor youtube und flickr als die neuen Messiasse verbeugt. Dabei war immer die Rede davon dass Communities und User Generated Content der einzig wahre Weg sind und dass eigentlich nur noch unter Mitwirkung des Users eine interessante Seite entstehen kann.

Bin ich blind oder gibt es wirklich keine guten Beispiele von Brand-Communities? Oder liegt es etwa am User? Hat der vielleicht gar kein Interesse an Käseecken-Foren und Waschmittel-Netzwerken? Oder liegt es daran dass Communities immer rudimentär gestaltet sind? Oder daran dass man Usern eigentlich keine freie Hand lassen darf wenn es um Marken geht die mit viel Mühe und viel Geld über noch mehr Jahre aufgebaut wurden, da bescheuerte Posts von Communitymitgliedern negative Ausstrahlungen auf das Image haben können?

Fragen über Fragen die sich in meinen kleinen Projektmanager-Kopf drängen? Wer lindert meine Hirnschmerzen und zeigt mir gute Markenseiten die nach dem Web 2.0-Prinzip funktionieren? Los, los, schickt sie mir die Links!

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Kommentare

Moin Kollege, habe ein ähnliches Problem wie Du. Es gibt Sie vereinzelt. Die Marken, die sich trauen tatsächlich Brand Communities aufzubauen. Allerdings wundert man sich oftmals, wie wenig das Thema Internet bei den großen Konzernen vorangetrieben wird. Wobei man auch das natürlich nicht verallgemeinern darf. Ein Beispiel für eine gutllaufende Brand Communitie ist sicher lich www.krombacher-club.de. Das ist Corpotate Publishing vom feinsten auch wenn man sich über die Umsetzung der Seite selber streiten kann. Wer die Foren einsieht, kann eine Bierfreudige Commmunity beim anhimmeln Ihrer Marke erkennen. Oder auch http://www.vplusfriends.net/... oder das Friendsbook von Impulse (Unilever). Aber ich gebe DIr vollkommen recht... das sind Einzelbeispiele die in der Menge der Marken eigentlich untergehen. Meinem Vorredner möchte ich an der Stelle widersprechen... im Internet gilt nach wie vor die Devise Content ist King. Auch Marken die einen eher schlichten Ruf haben können ihr Image durch excellente Contents und Markenauftritte im Netz aufwerten. Interessante Inhalte verbreiten sich über Verlinkung und Empfehlungen weiter. Mehrwert ist gefragt. Web 2.0 bietet die idealen Vorraussetzungen zu Vermarktung von Marken. Aber der User entscheidet welche Contents spannend sind unwelche nciht. Und der "User" ist schwer einzuschätzen. Der User ist auch im Netz ein Individualist, daher sind Massenansprachen im Internet extrem schwierig zu platzieren. Wer Offline-Kampagnen 1:1 im Netz umsetzt hat das Medium nicht verstmanden. Das ist Mongo-Marketing. Wer im Web 2.0 eine Brand Community umsetzen möchte, muss Trends im Netz voraussahne, seine Zielgruppe(n) genau kennen und dann Inhalte anbieten, die der/den Zielgruppe(n) einen Mehrwert bringt. Leider sitzen in vielen Konzernen und auch Agenturen Entscheidungsträger die für Internet zuständig sind, die sich wenig mit dem Thema Online Marketing auseinandersetzen und für die das Netz ein notwendiges Übel im Marketing Mix ist. Aber wir dürfen hoffen, dass ein Umdenken in den nächsten Jahren stattfinden wird... Ein frohes 2008... Greeez Georgetown

Georgetown

Georgetown 02.01.2008 19:41 Uhr

also abschließend kann ich aus meiner sicht nur eines feststellen: der erfolg hängt nur von der liebe zur marke ab. es hat nichts (jedenfalls wenig) mit budgets oder zielgruppen zu tun, sondern wie stark es eine marke schafft seine verwender zu begeistern. und DAS schafft man nicht allein durch web2.0, blog3.0 oder kommentar4.5. da muss die marke schon viel früher das herz seiner zielgruppe berühren. für unseren kunden ernsting's family können wir (auch immer wieder überraschenderweise) feststellen wie unglaublich aktiv die leute sind (z.b. mamablog oder forum). und das obwohl die zielgruppe eher der käseflecken- und waschmittelfraktion zuzuordnen sind. ich schließe mich also meinen vorrednern (teilweise) an. nur mit web2.0 den kunden binden geht nicht (gut). da muss man schon ein wenig mehr tun. in diesem sinne...frohes schaffen.

begeisterung am main

begeisterung am main 25.10.2007 10:08 Uhr

und zum thema "ehrlichmeinen" jup, sehe ich auch so. es is schwierig direkte kommentierungsmöglichkeiten zu ertragen und selten gewünscht. bmw probierts ga grad wieder auf der IFA mit einem Blog. Wollen wir ihnen die Daumen drücken, das es klappt. aber mut sollte auch belohnt werden. ich bin großer fan vom guardian - der sich traut direkten response der leser zu zeigen und auch auf die kommentare eingeht. hier findet echter dialog statt, kein hochnäsiger monolog.

Alina Hückelkamp

Alina Hückelkamp 05.09.2007 13:54 Uhr

[...] später melde ich mich zurück zum Thema „Marke & Web 2.0“. Wow! Offensichtlich ein Thema das viele von uns beschäftigt. Vielen Dank für die Beiträge, Links und Gedanken zu [...]

Jung von Matt/Neckar Bewegungsmelder » Blog Archive » Web 2.0 rules! User an die Macht!

Jung von Matt/Neckar Bewegungsmelder » Blog Archive » Web 2.0 rules! User an die Macht! 04.09.2007 10:42 Uhr

von allen großen marken, mit denen ich zu tun hatte, hörte man immer nur "no user gen" oder "no communities". kein wunder, dass man nix findet, wenn sich keiner was traut! alle wollen web2.0, aber wenn sie dann hören, was das bedeutet, wirds doch nur sowas, das ein bisschen so aussieht, als wäre es web2.0! ;)

paulinepauline

paulinepauline 04.09.2007 00:37 Uhr

noch eine Ergänzung. Es gibt auch die Möglichkeit für Unternehmen einen Content mit anzubieten, der die Mitglieder animiert mitzumachen und selbst Content zu schaffen. Das hat schon bei meinem alten Unternehmen uboot.com super funktioniert (wenn wir mal nicht von der wirtschaflichkeit reden) Heute probiert es Procter & Gamble die Idee Mitmachen, Conten und MAFO zu kombinieren. beinggirl und Capessa sind schöne Beispiele dafür. Frauen tauschen sich über ihre Problemchen online aus und die Unternehmen erhalten quasi nebenbei Einblicke in das Denken und die Welt ihrer Kunden. Bei Capessa werden besonders spannende Geschichten sogar TV-like von P&G als Spot dokumentiert und dem Rest der Community gezeigt. Und der Kunde sollte es vor allem ehrlich mit seinen Kunden meinen. Cheers.

Alina Hückelkamp

Alina Hückelkamp 03.09.2007 18:14 Uhr

Ich hab mir jetzt endlich mal was Zeit nehmen können, um alles mal in Ruhe zu lesen. Ich denke, dass fast alle hier Recht haben. Der Kunde hat wenig Geld, es sind nur die etablierten Marken, die coole Foren unterhalten (und bezahlen) und der User an sich hat selten Zeit oder die Fähigkeit, sich mit dem sogn. Web2.0 auseinanderzusetzen. Ich frage mich, in welcher Zeit wir leben? Alles soll schnell gehen, dynamisch sein und nix kosten. Da fällt es einem doch vorsichtig gesagt schwer, was auf die Beine zu stellen, was Bestand hat. Man kann sich durch Foren wie www.bloggyaward.com wühlen und was findet man? Grösstenteils Privatpersonen, die einem vormachen, wie es geht. Und warum? Weil sie die Zeit dazu haben oder sie sich nehmen. Und die sogn. Zielgruppe beschäftigt sich doch fast nur mit dem Web (wie somiht richtig sagt), wenn es um den eigenen Profit geht. Was heisst das für uns Werber? Meiner Meinung nach sollte man versuchen, den Kunden wieder dahin zu bewegen, dass er versucht, nicht den schnellen Profit zu machen, sondern langfristig zu denken. Auch wenn am Start etwas mehr investiert werden muss. Also wäre erstmal Überzeugungsarbeit angesagt. Nur da doch fast jeder sich selbst der Nächste ist, machen viele (ich oft auch) das Spiel mit. Kurz noch zu dem Wort Web2.0. Wenn ich die Vodafone Reklame sehe, wird mir schlecht. Phone2.0 (oder so). Was gibt es demnächst? Bügeleisen2.0?? Angelschnur2.0??? Für mich ist das nur eine Mode(UN)wort.

Micha Karmann

Micha Karmann 30.08.2007 17:55 Uhr

vor langer langer zeit, als der begriff web 2.0 noch gar nicht bekannt war, wollten wir für einen kunden aus der fmcg-branche eine online-community aufbauen. mit forum und foto-album und eigenem kurz-profil und allem pipapo. zielgruppe: eher weiblich, eher häuslich, eher älter. kurzum: wir sind gnadenlos gescheitert! diese zielgruppe war nicht (und ist mmn noch immer nicht wirklich) online bewandert. ebay ja, emails ja, chat (evtl. sogar eine community wie kwick) ja. aber alles darüber hinaus? eher nein.

somiht

somiht 29.08.2007 17:39 Uhr

Da helf ich doch gern weiter, verehrter Kollege. Nike+ ist für mich aktuell der Renner überhaupt (im wahrsten Sinne) Barbiegirls.com spannend - eine Community rund um Matell und die ganze Mac-amaniacs nicht zu vergessen. Ich stimme allerdings meinem Vorkommentierer zu: Online-Games-Communities sind tierisch aktiv und user generaed. Beste Grüße aus Hamburg von der Research Front. Alina

Alina Hückelkamp

Alina Hückelkamp 28.08.2007 16:49 Uhr

Ohne jetzt groß recherchiert zu haben - http://www.burton.com" target="_blank" rel="nofollow">Burton Snowboards hat eine sehr gut funktionierende und auch frequentierte Community. Community im klassischen Sinn - ein Forum. Allerdings sind auch hier zwei der bereits genannten Bedingung für ein gutes Funktionieren erfüllt: -Die Kunden/ die Zielgruppe ist jung und am Puls der Zeit -Die Kunden definieren sich sehr stark über Marken - dementsprechend eng ist die Loyalität und der Glaube an die Marke

Kai Heuser

Kai Heuser 27.08.2007 14:49 Uhr

in einem aktuellen Text von Richter, Koch mit dem Titel: Social Software – Status quo und Zukunft zitieren die beiden Autoren aus einer aktuellen Studie: "Dabei unterscheiden sie folgende Typen von Benutzern: Produzenten, Selbstdarsteller, Spezifisch Interessierte, Netzwerker, Profilierte, Kommunikatoren, Infosucher,Unterhaltungssucher. Neben der Typisierung der Benutzer liefert die angesprochene Studie auch einige Information zur Nutzung von Web 2.0 Anwendungen. So wird ausgeführt, dass 20% der Internet-Nutzer (12% der Gesamtbevölkerung) bereits Web 2.0 Anwendungen nutzen. Und von diesen 20% tastet sich meine Mutter in der Kategorie "Infosucher" ganz langsam nach vorne. Wann - oder besser - ob sie die entscheidende da ja Web2.0 überlebenswichtige Kategorie "Produzent" je erreichen wird... wird man sehen. Bei aller Technik fahr ich jetzt trotzdem mal bei ihr vorbei und genieße die Non-Technischen Vorzüge ihres Saecco-Kaffeeautomaten ;-) LIeben Gruß

Aux303

Aux303 27.08.2007 14:32 Uhr

@Aux303: Ruhm und Ehre, mein Lieber ;-) Den Punkt mit deiner Mutter finde ich interessant... eine neue spannende Frage: in wie weit sind User überhaupt schon in der Lage all unsere fancy Sites zu benutzen?... werde wohl dazu bloggen müssen.

Andrea Conradt

Andrea Conradt 27.08.2007 13:52 Uhr

*Edit* Was bekomme ich eigentlich für die Medienberatung eines Werbeberaters? ;-)

Aux303

Aux303 27.08.2007 13:29 Uhr

Wie wäre es denn mit der Community http://www.chefkoch.de" rel="nofollow">Chefkoch.de? Also wenn das kein User-Generated Content ist, dann weiss ich es auch nicht... Eines der größten Probleme wurde schon beschrieben: Die Zielgruppe die du angesprochen hast (Käse und Waschmittel) wird sich sicherlich zum heutigen Zeitpunkt wenig bis gar nicht mit Web2.0 auseinandersetzten. Ich bin froh, das meine Mutter mittlerweile meine Mails lesen und beantworten kann ;-) Schönen Wochenstart

Aux303

Aux303 27.08.2007 13:28 Uhr

http://www.contifanworld.com das zocken dominiert da zwar, aber nutzer konnten und haben auch eigenen content hochgeladen. und multiplayer spiele sind ja irgendwie auch nutzergenerierter content.

paul

paul 27.08.2007 12:40 Uhr

Web 2.0 - leider schon fast das Unwort 2007, vor allem getrieben durch die Marketingabteilungen von Brands & Co. Geht es nicht letztendlich um den Inhalt - und um die konsumierenden Inhalts-Empfänger? User-generated: Hier spiel vor allem die Content-Relevanz eine Rolle. Einfach mal ein Blog zu machen, damit man ein Blog hat - sicher der falsche Weg. Typisch: "Wir müssen Web 2.0 Maßnahmen entwickleln". Schwachsinn. Schade für das Image eines des faszinierendsten Medien überhaupt, dem Internet - der Online Kommunikation - der Interaktion.

SilverTribe

SilverTribe 27.08.2007 11:56 Uhr

Ein Großteil der Web 2.0-Nutzer sind nun einmal alternativ denkende Jugendliche und Junggebliebene, die sich nicht um Marken, sondern um Indie in allen Lebenslagen scheren. Blogs, MySpace, YouTube - überall herrscht eine gewisse Anarchie und nur Marken, die in irgendeiner Form vergöttert werden (z.B. Apple oder Nintendo) werden von den Web 2.0-Usern hochgehalten und verteidigt. Alle anderen scheinen ihnen unwichtig oder - noch schlimmer - gefährlich.

Mar Ci

Mar Ci 27.08.2007 11:01 Uhr

Welche grössere Marke versteht schon Web 2.0? Dynamische Medien brauchen langfristige Denker. Und bei Rotationszyklen von 12 bis 18 Monaten im Managment gehts mehr um die eigene Vita als um die Marke. Ich hätte da ein "So Nicht" von http://www.miss-swiffer.at/" rel="nofollow">Swiffer.

michael

michael 27.08.2007 10:52 Uhr

liegt es vielleicht einfach daran, dass die leute zwar auf den ganzen web 2.0 kram stehen, aber kein bock haben sich damit an eine marke zu binden. ich mein jetzt mal ganz im ernst, wer will schon seine videos bei langnese hochladen wenn er das auch bei youtube kann?

Tobias

Tobias 27.08.2007 10:04 Uhr

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